Der in Augsburg geborene Bariton Johannes Kammler gehört zu den gefragtesten deutschen Sängern seiner Generation und ist international gleichermaßen in Oper, Konzert und Lied gefragt. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart, wo er sich ein vielseitiges Repertoire von Mozart und Rossini über Verdi und Puccini bis hin zu Strauss und Wagner erarbeitet hat.
Zu seinen zentralen Partien zählen die Titelpartie in DON GIOVANNI, Graf Almaviva in LE NOZZE DI FIGARO, Guglielmo in COSÌ FAN TUTTE, Papageno in DIE ZAUBERFLÖTE, Marcello in LA BOHÈME, Belcore in L'ELISIR D'AMORE sowie Marquis von Posa in DON CARLOS. Zunehmend erweitert Kammler sein Repertoire um zentrale Partien des deutschen und romantischen Fachs. Zu seinen jüngsten Wagner-Partien zählen Wolfram in TANNHÄUSER und Gunther in GÖTTERDÄMMERUNG.
In der Spielzeit 2026/27 stehen an der Staatsoper Stuttgart mehrere wichtige Rollendebüts auf dem Programm: Kammler gibt sein Debüt als Enrico in LUCIA DI LAMMERMOOR und als Germont in LA TRAVIATA und ist zudem erneut als Marcello in LA BOHÈME zu erleben. Außerdem ist er erneut zu Gast in München und singt Robert Hesse, eine zentrale Partie in Johann Strauss' KARNEVAL IN ROM mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Patrick Hahn. Als Gunther in GÖTTERDÄMMERUNG ist er erneut unter Kent Nagano beim Lucerne Festival sowie in Paris zu erleben.
Auch im Konzert ist Johannes Kammler in der kommenden Saison international präsent. In England gestaltet er z. B. gleich zwei Liederabende in Oxford und an der renommierten Wigmore Hall in London. Gemeinsam mit Philippe Herreweghe, dem Collegium Vocale Gent und dem Antwerp Symphony Orchestra interpretiert er Dvořáks REQUIEM. Weitere Projekte mit Herreweghe umfassen Schuberts MISSA IN AS-DUR sowie Bachs WEIHNACHTSORATORIUM. Zu den Höhepunkten der Saison zählen zudem Kammlers Debüt im Wiener Musikverein mit Bachs WEIHNACHTSORATORIUM, seine Rückkehr mit diesem Werk an die Münchner Isarphilharmonie, Beethovens NEUNTE SINFONIE mit dem Bergen Philharmonic Orchestra sowie eine Europatournee mit Teodor Currentzis und Bachs MATTHÄUSPASSION.
Sein internationales Opernprofil entwickelte sich nach seinem Debüt bei den Salzburger Festspielen 2018 in Gottfried von Einems DER PROZESS kontinuierlich weiter. Es folgten Gastengagements unter anderem an der Canadian Opera Company in Toronto, bei den Bregenzer Festspielen, dem Glyndebourne Festival und den Osterfestspielen Baden-Baden.
Auf dem Konzertpodium arbeitete Johannes Kammler mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Gustavo Dudamel, Sir Simon Rattle, Kent Nagano, Teodor Currentzis und Philippe Herreweghe. Zu seinen musikalischen Partnern zählen unter anderem die Berliner Philharmoniker, das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das London Symphony Orchestra, das NDR Elbphilharmonieorchester, das Antwerp Symphony Orchestra und das Collegium Vocale Gent. Sein Konzertrepertoire reicht von Bach, Händel und Mendelssohn bis zu Mozart, Beethoven, Schubert und Dvořák; auch das deutsche Lied nimmt einen wichtigen Platz in seinem künstlerischen Schaffen ein.
Seine musikalische Ausbildung erhielt Johannes Kammler bei den Augsburger Domsingknaben. Er studierte Gesang in Freiburg, Toronto und an der Guildhall School of Music and Drama in London. Von 2015 bis 2017 war er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, bevor er dort in der Spielzeit 2017/18 zum Ensemble wechselte. Kammler ist Finalist und Preisträger internationaler Gesangswettbewerbe wie NEUE STIMMEN und OPERALIA.